Die architektonische Ausgestaltung der Gebäude im Quartier

Als nächster Schritt im Projekt startete eine Entwurfsstudie für die Architektur im Quartier. Dazu wurden zehn renommierte Architekturbüros aus ganz Deutschland eingeladen und die Arbeitsmaterialien der Auslobung vorgestellt: 

ASTOC architects and planners (Köln), BiwerMau Architekten (Hamburg), Duplex Architekten (Hamburg), Fink + Jocher (München), Florian Krieger Architekten (Darmstadt), HPP Architekten (Hamburg), kbnk Architetken (Hamburg), ppp Architekten und Stadtplaner (Lübeck), Renner Hainke Wirth Zirn Architekten (Hamburg), Winking Froh Architekten (Hamburg/ Berlin)

Ziel der Entwurfsstudie ist es, eine übergeordnete konzeptionelle Idee zu entwickeln, die alle Neubauten in einen Zusammenhang bringt und architektonische Leitlinien für die spätere Realisierung der einzelnen Baublöcke und Gebäude definiert. Daneben gilt es, die Nutzungsverteilung zu finalisieren und attraktive Grundrisse für unterschiedliche Wohnformen zu konzipieren. Das Ergebnis soll die Vielfalt eines urbanen lebendigen Quartiers widerspiegeln.

Die Entwurfsstudie im Überblick

Im März startete der Prozess mit dem Auftaktkolloquium. Alle weiteren Schritte werden in der folgenden Übersicht angezeigt:

Ausgabe der Unterlagen an die teilnehmenden Teams

15. März 2022

Es wurden zehn renommierte Architekturbüros eingeladen, um an der Entwurfsstudie teilzunehmen. Ihre Grundlage war das städtebauliche Konzept von ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS und LAND Landschaftsarchitekten, welches im September 2019 öffentlich vorgestellt wurde. Die konkreten Bearbeitungsgegenstände wurden in einer Auslobung festgehalten und an die Teams ausgehändigt.

Auftaktkolloquium und Rückfragenkolloquium

30. März 2022

Bei dem Auftaktkolloquium wurden alle Materialien und Grundlagen für die Entwurfsstudie in Form der „Auslobung“ und der Ablauf des Verfahrens präsentiert sowie Rückfragen der Teams beantwortet. Aufgabe der Teams war es nun, zu den wesentlichen Fragestellungen der hochbaulich-architektonischen Qualität, der Nachhaltigkeit sowie der Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit, Antworten zu finden.

Zwischenpräsentation

11. Mai 2022

Die an der hochbaulichen Entwurfsstudie teilnehmenden Büros haben in einer Zwischenpräsentation ihre ersten Gedanken und Ideen für das geplante entstehende Stadtquartier vorgestellt. Es war ein Schulterblick, wie sich die Büros der Fragestellung aus der Auslobung angenähert haben. Dieses Briefing ist die Grundlage für die Entwürfe, die bis Mitte Juli eingereicht werden sollen. Anhand der Rückmeldungen der Jury werden die Teams in den kommenden Wochen ihre gestalterischen Gesamtkonzepte überarbeiten und konkret und detailliert ausformulieren. Mehr Infos und Bilder zur Veranstaltung weiter unten.

Abgabe der Entwürfe

13. Juli 2022

Bis Anfang Juli haben die zehn Teams Zeit, ihre Entwürfe zu konkretisieren. Am 13. Juli ist es dann soweit: Die finalen Unterlagen werden bei dem prozessbegleitendem Büro claussen-seggelke stadtplaner abgeben.

Vorprüfung

Juli 2022

Bei der Vorprüfung werden die Arbeiten nach formellen Kriterien der Auslobung untersucht und für die Feedbackwerkstatt sowie Jurysitzung vorbereitet.

 

 

 

Feedbackwerkstatt

15. August 2022

Wenige Tage vor der offiziellen Jurysitzung erhalten die Eimsbütteler*innen die Gelegenheit, im Rahmen einer Feedbackwerkstatt – ähnlich wie wir es bereits im Rahmen des städtebaulich-freiraumplanerischen Gutachterverfahrens im Jahr 2019 gehandhabt haben – die eingereichten Entwürfe für die Jury zu kommentieren und ihre Rückmeldung zu geben. Alle Bürger*innen sind herzlich eingeladen, sich den Tag schon einmal vorzumerken. Eine offizielle Einladung mit allen Details zu Ort und Uhrzeit folgt in einigen Wochen.

Jurysitzung

18. August 2022

Am 18. August tagt die Jury und wird anhand des gesammelten Feedbacks und den allgemeinen Kriterien über die Rangfolge der Arbeiten entscheiden. 

Einblicke in die Zwischenpräsentation

1. Mai 2022

Am Tag der Zwischenpräsentation herrschte eine besondere Atmosphäre im Raum, als die Vertreter*innen der Architekturbüros Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing, Vertreter*innen des Bezirksamts Eimsbüttel und städtischer Fachbehörden, den Sachverständigen und Jurymitgliedern sowie dem Team um die Auftraggeber von TROMA und Beiersdorf Immobilienentwicklungs GmbH ihre Ideen für ein lebendiges Stadtquartier präsentierten. Mit dabei waren auch zwei der vier Bürgervertret*innen, die den Prozess seit 2018/2019 begleiten; sie werden auch wieder an der Jurysitzung teilnehmen, um das gesammelte Feedback der Eimsbütteler*innen vorzustellen.

 

Auch wenn es sich bei allen Präsentationen um einen Zwischenstand handelt, lässt sich erahnen, wie unterschiedlich die Antworten auf die umfangreichen Fragestellungen der Auslobung, sozusagen dem Briefing für die Büros, ausfallen werden. Die zehn Büros stellten jeweils in zwanzigminütigen Kurzpräsentationen – je nach Herangehensweise anhand von Modellen Skizzen und/oder Plänen – ihre Ideen für das Stadtquartier vor. Die Teilnehmenden bekamen eine beeindruckende Vielfalt an Ideen zu sehen, ob beispielsweise zur Gestaltung der Architektur, zu innovativen Wohnformen und flexiblen Grundrissen, zu Fassadengestaltung und Dachnutzung, zur Nutzungsmischung im Quartier oder auch zum Umgang mit der „runden“ Ecke an der Kreuzung Heußweg.